Krimiautoren

Tatort Schreibtisch. Dort sitzen die Sekretärinnen und die Broker, die Aufsichtsratsvorsitzenden und Lehrer, die Steuerberater, Rechtsanwälte und Lektoren. Und wohl jeder von ihnen hat in stiller Stunde schon mal einen Mord begangen. Hat demjenigen, der einem den Schreibtisch und das Leben zur Hölle macht, auf perfide Weise das Licht ausgepustet. In Gedanken, versteht sich. Allerdings gibt es Mitmenschen, die wirklich Hand anlegen und Fiktion in bittere Realität ummünzen. Ohne sie wäre ein literarisches Genre kaum so erfolgreich: der Krimi im Allgemeinen und der bergische Krimi im Besonderen.

Geboren in Hattingen am Halloweentag, ist dem ehemaligen Journalisten Stefan Melneczuk das Schauerliche in die Wiege gelegt. Ein fiktives und ein reales Schicksal laufen in seinem Thriller „Rabenstadt“ zusammen. Im Oktober 1998 bestieg die 15 Jahre alte Tanja Mühlinghaus in Wuppertal den Bus, um zur Schule zu fahren. Sie kam nie dort an, blieb bis heute verschollen. Melneczuk denkt den ungelösten Fall weiter bis in ein Kellerverlies an der Schwelle zwischen Leben und Tod.

Geboren in Hattingen am Halloweentag, ist dem ehemaligen Journalisten Stefan Melneczuk das Schauerliche in die Wiege gelegt. Ein fiktives und ein reales Schicksal laufen in seinem Thriller „Rabenstadt“ zusammen. Im Oktober 1998 bestieg die 15 Jahre alte Tanja Mühlinghaus in Wuppertal den Bus, um zur Schule zu fahren. Sie kam nie dort an, blieb bis heute verschollen. Melneczuk denkt den ungelösten Fall weiter bis in ein Kellerverlies an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Dank an das Model Alessa Ghoulish.

Jürgen Kasten war in Wuppertal Leiter des Kommissariats für Todesermittlungen, Brand und Waffendelikte. Nach dem Ausscheiden aus dem Polizeidienst 2007 widmete er sich der Schriftstellerei. Sein zweites Buch „Absturz in Fahrtrichtung rechts“ thematisiert die wachsende Gewalt in der Neonazi-Szene. Nur sechs Tage dauert das Krimigeschehen, ein Tempo, das den Druck verdeutlicht. Das Foto zeigt Kasten am Wichlinghauser Bahnhof, einer ehemaligen Station an der Nordbahntrasse die heute als Freizeitstrecke genutzt wird.

Jürgen Kasten war in Wuppertal Leiter des Kommissariats für Todesermittlungen, Brand und Waffendelikte. Nach dem Ausscheiden aus dem Polizeidienst 2007 widmete er sich der Schriftstellerei. Sein zweites Buch „Absturz in Fahrtrichtung rechts“ thematisiert die wachsende Gewalt in der Neonazi-Szene. Nur sechs Tage dauert das Krimigeschehen, ein Tempo, das den Druck verdeutlicht. Das Foto zeigt Kasten am Wichlinghauser Bahnhof, einer ehemaligen Station an der Nordbahntrasse, die heute als Freizeitstrecke genutzt wird.

Journalist Bernd Geisler zerlegt in „Der geschmackvolle Tod“ seine Leiche geradezu kulinarisch. Die Idee entstand bei einem Glas Wein in der Wermelskirchener Trattoria von Anna-Rita und Emidio Fanelli. Deren Gäste sollten zum Buchgeschehen beitragen. Also schrieb Geisler zunächst Exposé und Plot, die er dem Publikum vorstellte, um auf der Höhe des Geschehens die Lesung abzubrechen und auf Zurufe für den weiteren Tathergang zu warten.

Journalist Bernd Geisler zerlegt in „Der geschmackvolle Tod“ seine Leiche geradezu kulinarisch. Die Idee entstand bei einem Glas Wein in der Wermelskirchener Trattoria von Anna-Rita und Emidio Fanelli. Deren Gäste sollten zum Buchgeschehen beitragen. Also schrieb Geisler zunächst Exposé und Plot, die er dem Publikum vorstellte, um auf der Höhe des Geschehens die Lesung abzubrechen und auf Zurufe für den weiteren Tathergang zu warten. Dank an das Ehepaar Fanelli.

Als Kriminalkommissar war der 1959 in Gleiwitz geborene Reiner M. Sowa mit Drogen- und Sexualdelikten befasst. Vorbild für den Ermittler seiner Romane wurde der Bestatter Fritz Roth, der in Bergisch Gladbach Deutschlands einzigen Privatfriedhof eröffnete. Der Roman „Ein Bestatter und das Enten-Testament“ widmet sich Sowas Vorliebe für den Citroën 2 CV. Das Foto zeigt den Autor mit seiner in Frankreich zugelassenen Kastenente vor der Grabstätte des 2012 verstorbenen Fritz Roth.

Als Kriminalkommissar war der 1959 in Gleiwitz geborene Reiner M. Sowa mit Drogen- und Sexualdelikten befasst. Vorbild für den Ermittler seiner Romane wurde der Bestatter Fritz Roth, der in Bergisch Gladbach Deutschlands einzigen Privatfriedhof eröffnete. Der Roman „Ein Bestatter und das Enten-Testament“ widmet sich Sowas Vorliebe für den Citroën 2 CV. Das Foto zeigt den Autor mit seiner in Frankreich zugelassenen Kastenente vor der Grabstätte des 2012 verstorbenen Fritz Roth. Dank an das Bestattungsunternehmen Pütz-Roth.

Der pensionierte Jurist Wolfgang Voosen, Vater der Schauspielerin Jana Voosen, verknüpft in seinem dritten Buch „Überleben bis zum Tod“ mehrere Lebensstationen und Leidenschaften. Das Geschehen spielt teils in der Villa Braus, heute Luxushotel und ehemals Offizierskasino in Wuppertal-Ronsdorf. Zu Bundeswehrzeiten hat der 1946 in Lüneburg geborene Voosen dort Geländeübungen absolviert. In seinem Krimi mutieren sie zum tödlichen Survival-Seminar überspannter Manager.

Der pensionierte Jurist Wolfgang Voosen, Vater der Schauspielerin Jana Voosen, verknüpft in seinem dritten Buch „Überleben bis zum Tod“ mehrere Lebensstationen und Leidenschaften. Das Geschehen spielt teils in der Villa Braus, heute Luxushotel und ehemals Offizierskasino in Wuppertal-Ronsdorf. Zu Bundeswehrzeiten hat der 1946 in Lüneburg geborene Voosen dort Geländeübungen absolviert. In seinem Krimi mutieren sie zum tödlichen Survival-Seminar überspannter Manager. Dank an die Statisten Markus Schuberth und Sebastian Schulz sowie an das Hotel Park Villa in Wuppertal.

Der studierte Musikwissenschaftler Oliver Buslau schreibt seit 1999 über fiktive Kriminalfälle im Bergischen. Im Erstling „Die Tote vom Johannisberg“ ist sein Ermittler Remigius Rott in Wuppertal unterwegs. Tatort seines siebten Falls „Altenberger Requiem“ ist der Altenberger Dom, ehemals Abtei des Zisterzienserordens und im Mittelalter Sitz der Grafen von Berg. Musik spielt oftmals eine Rolle in Buslaus Büchern. Das Foto zeigt ihn mit der Wuppertaler Geigerin Julia Jech.

Der studierte Musikwissenschaftler Oliver Buslau schreibt seit 1999 über fiktive Kriminalfälle im Bergischen. Im Erstling „Die Tote vom Johannisberg“ ist sein Ermittler Remigius Rott in Wuppertal unterwegs. Tatort seines siebten Falls „Altenberger Requiem“ ist der Altenberger Dom, ehemals Abtei des Zisterzienserordens und im Mittelalter Sitz der Grafen von Berg. Musik spielt oftmals eine Rolle in Buslaus Büchern. Dank an die Wuppertaler Geigerin Julia Jech.

Der Remscheider Verleger Michael Itschert hat die mit Abstand meisten bergischen Krimiautoren unter Vertrag. Unter dem Pseudonym Felix Lothar schreibt der in Bad Honnef geborene Itschert Kurzkrimis. Schauplatz für den „Toten im Bandwirkerbrunnen“ ist das ehemalige Rathaus in Lüttringhausen.

Der Remscheider Verleger Michael Itschert hat die mit Abstand meisten bergischen Krimiautoren unter Vertrag. Unter dem Pseudonym Felix Lothar schreibt der in Bad Honnef geborene Itschert Kurzkrimis. Schauplatz für den „Toten im Bandwirkerbrunnen“ ist das ehemalige Rathaus in Lüttringhausen.

Daniel Juhr, Kleinverleger und Krimiautor aus Wipperfürth, verfasste mit seinem Erstling „Exit“ (2011) die Hommage an eine erloschene bergische Kultstätte. Eben sie, die Rockdisco „Exit“ unter der Müngstener Brücke, geriet im Oktober 1992 in die Schlagzeilen, als dort die Leiche einer ermordeten Taxifahrerin entdeckt wurde.

Daniel Juhr, Kleinverleger und Krimiautor aus Wipperfürth, verfasste mit seinem Erstling „Exit“ (2011) die Hommage an eine erloschene bergische Kultstätte. Eben sie, die Rockdisco „Exit“ unter der Müngstener Brücke, geriet im Oktober 1992 in die Schlagzeilen, als dort die Leiche einer ermordeten Taxifahrerin entdeckt wurde.

Journalistin und Krimiautorin Christiane Gibiec verlegt ihren „Katzensprung“ an die Müngstener Brücke. Männergeschichten und die Suche nach der großen Liebe beschäftigen im Buch sowohl die Kriminalhauptkommissarin Olga Popovich als auch das Mordopfer Ramona Wenkler. Die Fährte führt zu den Anhängern der Trendsportart Parkour, für die der „Saut de chat“, der beidbeinige Katzensprung, eine Messlatte des Könnens darstellt.

Journalistin und Krimiautorin Christiane Gibiec verlegt ihren „Katzensprung“ an die Müngstener Brücke. Männergeschichten und die Suche nach der großen Liebe beschäftigen im Buch sowohl die Kriminalhauptkommissarin Olga Popovich als auch das Mordopfer Ramona Wenkler. Die Fährte führt zu den Anhängern der Trendsportart Parkour, für die der „Saut de chat“, der beidbeinige Katzensprung, eine Messlatte des Könnens darstellt. Dank an Traceur Luke Brandenburg.

Vielschreiber Andreas Schmidt, geboren 1969 in Wuppertal und dort zunächst KFZ-Mechaniker, strickt seine Krimis zumeist um reale Geschehnisse. Anders beim „Schwebebahnkomplott“. Schmidt war als Journalist für ein paar Schnuppertage bei Radio Wuppertal, als dort die Idee aufkam, in einem Thriller die Schwebebahn abstürzen zu lassen. Im April 1999 wurde daraus schauerliche Wahrheit. Das Buch indessen erschien erst lange danach.

Vielschreiber Andreas Schmidt, geboren 1969 in Wuppertal und dort zunächst KFZ-Mechaniker, strickt seine Krimis zumeist um reale Geschehnisse. Anders beim „Schwebebahnkomplott“. Schmidt war als Journalist für ein paar Schnuppertage bei Radio Wuppertal, als dort die Idee aufkam, in einem Thriller die Schwebebahn abstürzen zu lassen. Im April 1999 wurde daraus schauerliche Wahrheit. Das Buch indessen erschien erst lange danach.

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Auslese Rhein & Berg Winter 2014

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